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 DDR Lexikon
 
 
Der kleine Trompeter

Von all unsern Kameraden
war keiner so lieb und so gut
wie unser kleiner Trompeter,
ein lustiges Rotgardistenblut,
wie unser kleiner Trompeter,
ein lustiges Rotgardistenblut.

Wir saßen so fröhlich beisammen
in einer so stürmischen Nacht,
mit seinen Freiheitsliedern
hat er uns so glücklich gemacht,
mit seinen Freiheitsliedern
hat er uns so glücklich gemacht.

Da kam eine feindliche Kugel
bei einem so fröhlichen Spiel,
mit einem mutigen Lächeln
unser kleiner Trompeter, er fiel.
mit einem mutigen Lächeln
unser kleiner Trompeter, er fiel.

Da nahmen wir Hacke und Spaten
und gruben ihm morgens ein Grab,
und die ihn am liebsten hatten,
sie senkten ihn stille hinab.
und die ihn am liebsten hatten,
sie senkten ihn stille hinab.

Schlaf wohl, du kleiner
Trompeter,
wir waren dir alle so gut,
schlaf wohl, du kleiner Trompeter,
du lustiges Rotgardistenblut,
schlaf wohl du kleiner Trompeter,
du lustiges Rotgardistenblut.
 
Grafik "Trompeter" im
www.LichtBildKombinat.de
Nationhymne der DDR
Das von Becher verfasste dreistrophige Lied "Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt" wird von Hanns Eisler vertont. Schon am 5. November 1949 bestimmt das Zentralkommitee den Text von Becher mit der Melodie von Eisler zur Nationalhymne. Spätestens seit dem Mauerbau von 1961 ist die Hymne für die DDR-Regierung jedoch unbequem. Das Bekenntnis zu "Deutschland, einig Vaterland" in der ersten Strophe passt nicht zu der von ihr betriebenen Politik der Abgrenzung. Der Text wird daher seit Anfang der 70er Jahre bis zum Untergang der DDR offiziell nicht mehr gesungen. Lediglich die Melodie von Eisler kommt noch zur Aufführung.
Melodie: Hans Eisler
Text: Johannes R. Becher

 
 

1. Auferstanden aus Ruinen

Und der Zukunft zugewandt,

Laß uns dir zum Guten dienen,

Deutschland, einig Vaterland.

Alte Not gilt es zu zwingen,

Und wir zwingen sie vereint,

Denn es muß uns doch gelingen,

Daß die Sonne schön wie nie

|: Über Deutschland scheint. :|

 

2. Glück und Friede sei beschieden

Deutschland, unserm Vaterland.

Alle Welt sehnt sich nach Frieden,

Reicht den Völkern eure Hand.

Wenn wir brüderlich uns einen,

Schlagen wir des Volkes Feind!

Laßt das Licht des Friedens scheinen,

Daß nie eine Mutter mehr

|: Ihren Sohn beweint. :|

 

3. Laßt uns pflügen, laßt uns bauen,

Lernt und schafft wie nie zuvor,

Und der eignen Kraft vertrauend,

Steigt ein frei Geschlecht empor.

Deutsche Jugend, bestes Streben

Unsres Volks in dir vereint,

Wirst du Deutschlands neues Leben,

Und die Sonne schön wie nie

|: Über Deutschland scheint. :|